Statut

Die Möglichkeiten der Pränatalen Diagnostik und die damit verbundene Kenntnis von möglichen Risiken für Erkrankungen und Behinderungen des Fötus/Kindes führt in zunehmendem Maße zu schwierigen Entscheidungssituationen für Frauen und Paare, die vorgeburtliche Diagnostik in Anspruch nehmen.

VereinDie Untersuchung selbst setzt eine ausführliche Beratung über alle Aspekte der Untersuchung und die möglichen Konsequenzen voraus.

Die Mitglieder des Vereins respektieren die individuelle Entscheidung von Eltern, eine vorgeburtliche Diagnostik mit der Wahlmöglichkeit, entweder die Schwangerschaft abzubrechen oder sich frühzeitig über die diagnostizierte Entwicklungsstörung/Behinderung des Ungeborenen zu informieren und darauf vorzubereiten.

Die Mitglieder des Vereins respektieren aber ebenso die Nicht-Inanspruchnahme der Pränataldiagnostik und das „Recht auf Nichtwissen“.

Mitglieder des Vereins sind Personen, die beruflich im Bereich der Pränataldiagnostik und der Beratung tätig sind. Folgende Professionen sind vertreten:

  • Gynäkologie
  • Hebammen
  • Humangenetik
  • Pädiatrie
  • Psychologie
  • Sozialwissenschaften

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen gehören konfessionellen, staatlichen und freien Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen an, sind niedergelassene oder in Krankenhäusern tätige Frauenärzt/innen oder Hebammen, Humangenetiker/innen aus dem universitären wie dem niedergelassenenen Berufsfeld; darüber hinaus sind Vertreterinnen von Selbsthilfegruppen im Bereich Behinderung vertreten.

Die interdisziplinäre Zusammensetzung des Arbeitskreises ermöglicht einen differenzierten Umgang mit dem Angebot der Pränataldiagnostik. Der Arbeitskreis möchte Frauen / Paaren, die sich in einem Entscheidungskonflikt vor, während und nach Pränataldiagnostik befinden, durch individuelle Beratungsangebote helfen, eine für sie persönlich tragbare Lösung zu finden.

Die Mitglieder des Vereins setzen sich für folgende Ziele ein:

  • Individuelle Begleitung und Beratung von Frauen / Paaren vor, während und nach Pränataldiagnostik
  • Begleitung von Frauen / Paaren nach der Geburt eines behinderten Kindes, nach einer Totgeburt oder Tod des Kindes, nach einem Schwangerschaftsabbruch oder bei einer weiteren Schwangerschaft, wenn bereits ein behindertes Kind geboren wurde
  • Organisation von Informationsveranstaltungen und Diskussionen zum Thema Pränataldiagnostik für die Öffentlichkeit, um so die gesellschaftliche Diskussion zu dieser Thematik zu fördern
  • Organisation von Fortbildungsveranstaltungen für professionelle Berater und Beraterinnen, die in den Prozess der Pränataldiagnostik einbezogen sind